Umstrukturierung in Spanien: Dringende Maßnahmen zum Schutz von Wert, Überlebensfähigkeit und Aufsichtsrat
En Valtus AllianceWir verfügen über ein internationales Netzwerk von Restrukturierungsexperten, da wir wissen, dass jedes Land seine eigenen Rechtsrahmen und Restrukturierungspraktiken hat. In diesem Interview spricht Ronald de Zoete, Partner bei Valpeo in Amsterdam, mit Juan Manuel Gil de Escobar, Managing Partner von Epunto in Madrid, über die Herangehensweise an Restrukturierungen […]
En Valtus AllianceWir verfügen über ein internationales Netzwerk von Restrukturierungsexperten, da wir wissen, dass jedes Land seine eigenen Rechtsrahmen und Restrukturierungspraktiken hat. In diesem Interview Ronald de ZoeteValpeos Partner in Amsterdam spricht mit Juan Manuel Gil de Escobar, geschäftsführender Gesellschafter von Epunto in Madrid, darüber, wie Umstrukturierungen in Spanien angegangen werden.
Was macht den Rechtsrahmen für Insolvenz und Sanierung in Spanien so einzigartig?
„Der häufigste und fatalste Fehler ist die Verleugnung der Krise, verbunden mit dem Versuch, sie mit denselben Ressourcen und Methoden zu bewältigen, die sie verursacht haben. Vorstände und Führungskräfte verlassen sich oft auf eine wundersame Markterholung, die selten eintritt. Sie müssen verstehen, dass die Insolvenz kein optionaler Rettungsweg ist, sondern eine obligatorische Sorgfaltspflicht. Ihre Erkennung erfordert sofortiges Handeln, um die Überlebensfähigkeit des Unternehmens und die rechtliche Sicherheit des Vorstands zu schützen, auch wenn dies eine äußerst schwierige Entscheidung bleibt.“
Zu welchem Zeitpunkt und in welcher Rolle (z. B. Berater, Finanzdirektor, Risikodirektor) sollte ein externer Restrukturierungsexperte hinzugezogen werden?
„Sobald eine Insolvenzgefahr erkennbar ist, sollte unverzüglich ein Experte hinzugezogen werden. Bei mittelständischen und großen Unternehmen reicht ein herkömmlicher Berater nicht aus, da sich dessen Rolle auf die Erstellung von Berichten beschränkt. Die Schlüsselfigur ist der Interim-Restrukturierungsmanager, der als Chief Restructuring Officer (CRO) fungiert. Dieser Experte berät nicht nur, sondern übernimmt die operative Leitung der Restrukturierung und verfügt über die notwendige Befugnis, tiefgreifende Veränderungen sowohl im operativen Geschäft als auch in der Kapitalstruktur umzusetzen.“
Wie stehen Sie zur Anwendung von Schutzmaßnahmen im Rahmen einer Restrukturierungsstrategie?
„In Spanien ist der Sanierungsplan unser wichtigster Schutzschild. Wenn jedoch frühzeitig ein hochrangiger Chief Restrukturator (CRO) eingesetzt wird, lässt sich die formelle Umsetzung eines gerichtlich angeordneten Plans oft ganz vermeiden. Der realistische Zeitrahmen bietet einen Puffer, der – von Experten gesteuert – eine diskrete und flexible Sanierung ermöglicht und das Unternehmen saniert, bevor die Krise öffentlich bekannt wird.“
Können Sie Ihr lokales Restrukturierungsnetzwerk beschreiben? Mit wem arbeiten Sie regelmäßig zusammen?
„Durch die EPUNTO Interim Management, Mitglied von Valtus AllianceWir arbeiten mit einem Netzwerk vertrauenswürdiger Interim-Manager zusammen, Spezialisten in den Bereichen Operations, Finanzen und Personalwesen mit ausgeprägten CRO-Profilen. Diese erfahrenen Führungskräfte verfügen über fundierte Praxiserfahrung und sind in der Lage, den Cashflow innerhalb kürzester Zeit zu stabilisieren und komplexe Verhandlungen zu führen. Sie kooperieren regelmäßig mit führenden Wirtschaftskanzleien, um eine optimale Abstimmung zwischen operativen und rechtlichen Strategien zu gewährleisten.